Schlagwort: Schandl; Franz
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Chronologisch
Der ungarische Philosoph und Publizist Gáspár Miklós Tamás ist am 15. Jänner im Alter von 74 Jahren verstorben.
Auch wenn da immer noch allen warm ums Herz wird, ist doch zu fragen, wohin diese Losung trägt. Vierzehn Paragraphen gegen die Umtriebe der Gerechtigkeit
Gerechtigkeit ist die Anrufung der bürgerlichen Seligkeit durch das bürgerliche Subjekt gegen die bürgerliche Realität. Der Schrei nach Gerechtigkeit ist der bürgerliche Traum. Alle meinen in seinem Namen auftreten zu müssen. Kaum spielt es diesen Evergreen, ist das Publikum erleichtert.
„Die einfache ,Sorge‘ ist aller Dinge Anfang“, schreibt Albert Camus in „Der Mythos des Sisyphos“. Menschen bedürfen der Sorge. Man muss sich um sie kümmern, damit es ihnen gut geht.
Die Wissenschaft sagt. Wohl kaum ein Satz wurde in Zeiten der Pandemie häufiger strapaziert als dieser. Die Wissenschaft, ja die. Die Tücke liegt bereits im Singular. Er stellt einen Anspruch, der keinen Widerspruch duldet. Nur Ignorantinnen und Obskuranten stellen sich dem entgegen, versündigen sich wider die Wissenschaft.
Dienstag, 15. November 2022, 18 Uhr-22 Uhr
echoraum, Sechshauser Straße 66, 1150 Wien
Präsentation des Bandes Emanzipatorische Wissenschaftskritik & Schubert/Novák (Musik unterm mandelbaum#2)
Die Revolutionskonjunktivst*innen – Lese- und Lötbühne präsentiert: #4:
Donnerstag, 10.11.2022, 18:30 Uhr
Wegweiser im wirkmächtigsten Gehege der Zeit
Der Begriff des Werts hat sich ausgehend vom ökonomischen Sektor in alle gesellschaftlichen Bereiche gebohrt. Wert ist zu einem, ja dem substanziellen Leitterminus geworden. Wenn etwas etwas wert ist, ist etwas etwas wert. Wert gilt als das Positivum sui generis.
Die Nachbeben der Episode Kurz gestalten sich als Skandal in Serie
Thomas Schmid, ehemals Sebastian Kurz Mann fürs Grobe hat sich der Staatsanwaltschaft als Kronzeuge angeboten. Nun packt er also aus. Fast fünfhundert Seiten Protokoll liegen bereits vor und warten darauf, ausgeschlachtet zu werden. Stoff für einen Endlosstreifen gibt es genug. Wieder einmal geht ein Skandal in Serie.
Wahlverruf zur Bundespräsidentschaftswahl
Das Weltbild des Alexander Van der Bellen ist einfach gestrickt. Seit Beginn der Pandemie agiert er als gleichgeschalteter Gleichschalter. Der salbadernde Mann in der Hofburg ist Referent und Reverend der stets angebeteten Werte. Er präsentiert sich als das, was er ist: die lösungsfreie Ansprache des Nichts. Jede Rede Gerede.
Soll der Staat die Presse fördern?
Die Freiheit der Meinung ist eine Variable der monetären Potenz. Pro forma gilt sie. Indes muss man sie sich leisten können. Jene Freiheit zu haben, heißt noch lange nicht, sie adäquat äußern zu dürfen, wenn Organe und Instrumente fehlen. Überlässt man den Journalismus dem Markt, kommt raus, was dem Markt halt so gefällt. Der kommerzielle Vielfraß gebiert eine Vielfalt ganz eigener Natur.