„Wir protestieren nicht, darüber sind wir hinaus. Wir möchten nicht
Demokratie und Politik neu erfinden. Wir kämpfen nicht für Gleichheit
und Gerechtigkeit und wir berufen uns auf keinen freien Willen.
Wir stehen für die restlose Entwertung der Werte, für den Bruch mit dem
Repertoire der Hörigen, die gemeinhin Bürger genannt werden.“

Aktuelles

Unsere letzten 4 Beiträge

Ist das Recht recht kaputt oder ist das Recht kaputt? Ist die Ruine restaurierbar, ist das Recht reformierbar? Handelt es sich um einen Abschied von den bürgerlichen Formen des Rechts oder handelt es sich um einen Abschied von der bürgerlichen Rechtsform? Kann man auf der Ruine noch aufbauen?

Interessant ist das Buch vor diesem Hintergrund, wenn überhaupt, aufgrund seines symptomatischen Charakters: Es ist Symptom eines allgemeineren, die spätkapitalistische Gesellschaft – und hier auf spezifische Weise linke und liberale Milieus – prägenden Realitätsverlusts, der bereits eine wesentliche Voraussetzung jener historisch beispiellosen Pandemie-Farce bildete und ohne den der im März 2020 anhebende gesellschaftliche Irrsinn in dieser Form kaum möglich gewesen wäre.

Widerwärtige Überlegungen zu den Betriebsstörungen der Normalität

Ob etwas ein Skandal wird oder nicht, entscheidet sich am medialen Nutzen. Aufdecken ist inzwischen zum medialen Porno geworden. Auch die Ausbildung der Youngsters ist ganz darauf programmiert. Stierln statt denken ist angesagt. Ein Grundproblem bürgerlicher Medien ist, dass die Welt an Skandalen abgehandelt wird und nicht die Welt als Skandal. Skandal, Affäre, Korruption inszenieren Systemmedien vielmehr als Abweichungen, die inkriminierten Handlungen werden als wider die Logik bürgerlicher Werte behauptet.

Rezension zu Nils Meier: Das Groteske ist Mimesis ist Allegorie.

Eine „verkehrte Welt“, nennt Marx die Gesellschaft der warenförmigen Moderne. Dichter, noch fern aller gesellschaftstheoretischen Durchdringung, aber mit Sensibilität für die Veränderungen in der Gesellschaft stehen ihm nicht nach.

Pinboard

Das Heft Nr. 92 als PDF zum Herunterladen