Kategorie: Transformation
Es geht um nichts weniger als um die Abschaffung der Herrschaft, egal ob diese sich in persönlicher Abhängigkeit oder in Sachzwängen äußert. Es geht nicht an, dass Menschen anderen Menschen unterworfen bzw. ihren Geschicken und Strukturen hilflos ausgeliefert sind. Selbstherrschaft wie Selbstbeherrschung sind unsere Sache nicht. Herrschaft ist mehr als Kapitalismus, aber der Kapitalismus ist das bisher entwickelteste, komplexeste und destruktivste System von Herrschaft. Unser Alltag ist so konditioniert, dass wir den Kapitalismus täglich reproduzieren, uns verhalten, als gäbe es keine Alternativen.
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Chronologisch
Seit Monaten liegt man uns mit der sogenannten Schuldenkrise in den Ohren. Vor allem Griechenlandverwandelte sich dabei zusehends in ein Schreckgespenst: "Guckt nach Griechenland, da seht ihr was passiert, wenn man über seine Verhältnisse lebt!" Keine Frage, dass das Trommelfeuer vor allem den Zweck verfolgt, uns auf weitere Sparprogramme und Sozialeinschnitte einzustimmen: "Wer den Gürtel nich...
Die sich zuspitzende Systemkrise lässt die Konflikte und Auseinandersetzungen in der Eurozone eskalieren von Tomasz Konicz Alle gegen Alle. Mit der Eskalation der europäischen Schuldenkrise scheinen auch die Konflikte zwischen den Mitgliedsländern und Institutionen der Eurozone, wie auch innerhalb einzelner Eurostaaten, an Intensität und Irrationalität zu gewinnen. Diese eskalierenden politisch...
von Franz Schandl Liebe, da hat Franz Schuh recht, beruht auf Gegenseitigkeit. Sie ist der feste Halt einer doppelten Fiktion. Die absolute Aufgehobenheit ist zwar nicht zu erreichen, aber Spuren davon, mal mehr mal weniger, die halten uns aufrecht. In ihrer Unmittelbarkeit gleicht die Liebe einer uneinnehmbaren Festung, in ihrer Mittelfristigkeit allerdings wird sie von der Haltlosigkeit bedro...
von Thomas Herzig Ist die geldlose Gesellschaft letztlich die Befreiung von allen Unzulänglichkeiten des Geldsystems oder bloß eine unerfüllbare Utopie? fragt Leser Thomas Herzig in einem Artikel für die Online-Ausgabe der Tageszeitung "Der Standard", den wir hier mit Erlaubnis des Autors wiedergeben. In der Startrek Folge "Die Neutrale Zone" findet die Besatzung der Enterprise einen eingefrore...
von Horst Müller (ursprünglich erschienen auf: Praxisphilosophie.de) „Der erste Schritt ist die Klärung, ob die Gemeinwohl-Ökonomie (oder ein ähnliches Modell) überhaupt wünschenswert und mehrheitsfähig ist.“ (Christian Felber) Vorbemerkungen Christian Felbers „Gemeinwohl-Ökonomie“ wird mit dem Anspruch vorgestellt, endlich den „vollständigen Dritten Weg“ gefunden zu haben und einen Entwurf für...
Der Begriff der Solidarischen Ökonomie ist wie ein Magnet. Menschen mit den unterschiedlichsten Positionen und Zugängen kommen hier zusammen, um miteinander über Alternativen zu einem lange Zeit als alternativlos geltenden neoliberal geprägten Kapitalismus zu diskutieren.
Richtiges Leben im falschen?
Das gibt es nicht! Sagt sich Adorno – und begnügt sich mit dem falschen. „Das beste Verhalten: … das Privatleben führen, solange die Gesellschaftsordnung und die eigenen Bedürfnisse es nicht anders dulden, aber es nicht so belasten, als wäre es noch gesellschaftlich substantiell und individuell angemessen.“ (Minima, 40ff.) Adorno weiß, dass seine Lösung „eine Ideologie für die (ist), welche mit schlechtem Gewissen das Ihre behalten wollen“. Aber was soll man machen? „Kein Einzelner vermag etwas dagegen.“
Über imperiales Denken und sozial-ökologische Fakten von Andreas Exner [zuerst erschienen auf www.social-innovation.org] Dieser Tage erfuhr man im "Standard", einem österreichischen Massenmedium linksliberaler Orientierung, das Qualität beansprucht, dreierlei: Erstens, in Afrika wüte eine Hungersnot. Zweitens, Afrika sei ein Opfer der globalen Landnahme und leide unter dem Klimawandel. Die drit...
Niko Paech, Bruno Kern und die Fallen autoritärer Lösungen der Ökokrise von Andreas Exner Ursprünglich erschienen auf www.social-innovation.org Der Berliner Kongress "Jenseits des Wachstums?!" von Attac zeigt: Gesellschaftliche Verhältnisse sind in Bewegung geraten. Auch in Deutschland beginnen soziale Bewegungen damit, grundlegende Kritik zu üben. Das ist gerade für Attac bemerkenswert, hat si...
von Andreas Exner Ursprünglich auf www.social-innovation.org veröffentlicht Mit Worten lässt sich vieles anstellen. "Gemeinwohl" wollen alle und "Gemeinwohl-Ökonomie" klingt nach einem handfesten Konzept, mehrheitsfähig, pragmatisch, gut. Das Gegenteil ist richtig. Die "Gemeinwohl-Ökonomie" ist momentan reine Utopie - der Traum einer kleinen Gruppe von Unternehmen: elitär, leistungsorientiert u...